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Rheuma

Die Krankheit kann jeden treffen

Herzlich willkommen in unserer Privatsprechstunde für Rheumatologie. Als Selbstzahler oder Privatpatient erhalten Sie bei uns eine persönliche Betreuung mit kurzen Wartezeiten. Wir nehmen uns Zeit für eine gründliche Diagnostik und eine individuell abgestimmte Therapie Ihrer rheumatischen Erkrankung für eine bessere Lebensqualität.

Die Kosten für eine Abklärung als Selbstzahler richten sich maßgeblich nach dem medizinisch notwendigen Labor. Als grobe Einschätzung kann ein Betrag von 200 bis 350 € angenommen werden.

Hinweise für Patienten

Eine Vorstellung ist nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich, diese erfolgt ausschließlich online.

Vor dem Termin können Sie normal essen und trinken; ein nüchternes Erscheinen ist nicht erforderlich.

Bitte bringen Sie Ihre Versichertenkarte sowie – sofern vorhanden – Ihren Medikamentenplan und Vorbefunde mit.

Rheuma – Die Krankheit kann jeden treffen

Unter dem Begriff „Rheuma“ versteht man über 100 verschiedene Erkrankungen, die Schmerzen an Gelenken, Muskeln und Knochen verursachen. Eine frühzeitige und exakte Diagnose ist entscheidend, um den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen und Ihre Lebensqualität zu sichern. Moderne Therapien können helfen, Entzündungen zu stoppen und Schmerzen zu lindern.

Häufigste Symptome einer Rheumatischen Erkrankung:

  • Gelenkschmerzen, vor allem in Ruhe
  • Morgensteifigkeit der Gelenke, die länger als 30 Minuten andauert
  • Schwellungen und Überwärmung der Gelenke
  • Bewegungseinschränkungen der betroffenen Gelenke
  • Symmetrischer Befall, das heißt, die gleichen Gelenke auf beiden Körperseiten sind betroffen

Krankheitsbilder Rheuma

Polymyalgia rheumatica (PMR)

Bei der Polymyalgia rheumatica handelt es sich um eine entzündlich rheumatische Erkrankung. Symptome sind Schmerzen und Steifigkeit vor allem im Bereich der Rücken-, Schulter- und Beckenmuskulatur und allgemeines Krankheitsgefühl, gelegentlich mit Fieber und Appetitlosigkeit. Die Steifigkeit ist morgens und nach Ruhephasen am ausgeprägtesten. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen und erst ab dem 50. Lebensjahr auf. Im Alter ab 50 Jahren erkranken an Polymyalgia rheumatica etwa 60 von 100.000 Menschen. Die Ursache der PMR ist noch unklar, es handelt sich um eine Fehlsteuerung des Immunsystems (Autoimmunerkrankung), die mit zunehmendem Alter auftritt.

Zur Diagnose werden Erhebung der Krankengeschichte, körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen (Blutuntersuchung) vorgenommen. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist in der Regel stark erhöht. Der Entzündungsvorgang kann durch die Gabe von Cortisonpräparaten sehr wirksam und schnell unterbrochen werden. Meist verschwinden die Schmerzen schon am nächsten Tag. Die Cortison-Behandlung sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen (ca. 1 bis 1,5 Jahre). Dabei sollte die Dosis nicht zu früh reduziert oder ganz eingestellt werden, da sonst die Krankheit wieder aufflammt. Bei längerem Verlauf können ggf. auch Immunsuppressiva wie z. B. Methotrexat eingesetzt werden.

Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, von der in Deutschland etwa 0,8 % der erwachsenen Bevölkerung betroffen sind. Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung, bei der Zellen des Immunsystems das eigene Körpergewebe angreifen. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Gelenke. Typische Symptome sind Schmerzen und Schwellungen in den Finger- und Zehengelenken. Beide Hände bzw. Füße sind in der Regel gleichzeitig betroffen. Zudem ist die Beweglichkeit, insbesondere die Greifkraft, eingeschränkt, ein richtiger Faustschluss der Hände ist meist nicht mehr möglich. Vor allem morgens ist die verminderte Beweglichkeit besonders ausgeprägt und wird daher „Morgensteifigkeit“ genannt.Die Ursache der Erkrankung ist unklar, erbliche Faktoren werden vermutet sowie Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Infektionen und Allergien.

Im weiteren Verlauf kommen oft Entzündungen weiterer Gelenke hinzu. Es können auch größere Gelenke betroffen sein wie Ellenbogen sowie Schulter- und Kniegelenk. Auch Sehnenscheiden können sich entzünden. Die chronische Erkrankung verläuft bei vielen Patienten in Schüben. Letztlich kann es zu Fehlstellungen oder Versteifungen (Ankylosen) der Gelenke kommen.
Die Behandlung sollte möglichst frühzeitig erfolgen, um die drohende Gelenkzerstörung zu verhindern oder zumindest lange hinauszuzögern. Zur Behandlung dient in erster Linie eine medikamentöse Therapie. Unterstützende Maßnahmen sind Physio- und Ergotherapie, Wärmetherapie, angepasste Ernährung und Operation der betroffenen Gelenke.

Psoriasisarthritis

Psoriasis (auch Schuppenflechte genannt) ist eine erblich bedingte chronische Haut- und Gelenkerkrankung. Etwa 20 bis 30 Prozent der an Schuppenflechte Erkrankten entwickelt auch eine Psoriasisarthritis, dies betrifft 0,05 – 0,3 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland. Bei der Psoriasis mit Gelenkbeteiligung kommt es neben den Beschwerden an Haut und Nägeln zu chronischen Entzündungen an Gelenken, Sehnen und der Wirbelsäule. Bei den meisten Patienten beginnt die Arthritis erst nach jahrelangem Bestehen einer Schuppenflechte.

Beide Erkrankungen beruhen auf einer Autoimmunreaktion. Die Ursache ist unbekannt, man nimmt an, dass es eine genetische Veranlagung gibt. Mögliche auslösende Faktoren der Psoriasisarthritis können z. B. Infektionen durch Bakterien oder Viren, hormonelle Umstellungen oder Medikamente sein.

Spondyloarthritiden

Zu den Spondyloarthritiden zählen entzündlich-rheumatische Wirbelsäulenerkrankungen. Es handelt sich hierbei um chronische Erkrankungen, die in Schüben erfolgen. Häufig sind diese Erkrankungen mit dem Genmerkmal HLA-B27 assoziiert. Spondyloarthritiden treten bei ca. 0,8 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland auf.

Zur sicheren Diagnose können vielfältige Untersuchungen nötig sein. Neben einer gründlichen Anamnese erfolgen Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren.

Die Therapie erfolgt individuell je nach Beschwerden und betroffenen Körperstellen. Medikamente bremsen die Entzündung und lindern Schmerzen. Bei unzureichender Wirkung kann eine überwachte Therapie mit Biologika eingeleitet werden. Physiotherapeutische Maßnahmen und regelmäßige sportliche Betätigung können die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessern und einer Versteifung vorbeugen. Weitere Therapieansätze können im individuellen Fall sinnvoll sein.

Vaskulitis

Eine Vaskulitis ist eine seltene Erkrankung, bei der sich die Blutgefäße entzünden. Es erkranken ca. 2,4 – 15,7 pro 100.000 Erwachsene in Deutschland. Dabei können Arterien, Kapillaren und Venen betroffen sein – große Blutgefäße, aber manchmal auch nur kleine. Das Immunsystem richtet sich hierbei gegen die Blutgefäße (Autoimmunerkrankung). Durchblutungsstörungen können prinzipiell in jedem Teil des Körpers auftreten und z. B. Organe, Haut, Nieren und Augen schädigen. Im Extremfall kann sich durch die Entzündung der Gefäßwände das Blutgefäß komplett verschließen.

Man unterscheidet in primäre und sekundäre Vaskulitis, letztere tritt als Folge einer anderen Krankheit auf. Es können sehr unterschiedliche Symptome in verschiedenen Körperregionen auftreten. Typische Symptome sind beispielsweise rheumatische Schmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber und Gewichtsverlust.

Durch die sehr unterschiedlichen Beschwerden ist die Diagnose dieser seltenen Erkrankung oft schwierig. Eine genaue Anamnese, körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren wie die Computertomographie sind wichtig. Die Bestimmung der Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper (ANCA) Laborwerte ist hier oft von entscheidender Bedeutung. Falls möglich wird zum sicheren Beweis eine feingewebliche Untersuchung vorgenommen.

Mit der richtigen Therapie lässt sich die Vaskulitis leider nicht heilen, aber gut behandeln. Eine Vielzahl an antientzündlichen Therapien steht zur Verfügung. Die Therapie richtet sich nach der Form der Vaskulitis und dem Schweregrad. Verschiedene Medikamente (Immunsuppressiva) können in das Immunsystem eingreifen. Bei sekundärer Vaskulitis muss die Grunderkrankung behandelt werden

Kollagenosen

Kollagenosen, auch entzündliches Weichteilrheuma genannt, sind rheumatisch-entzündliche Bindegewebserkrankungen. Es handelt sich hierbei um Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Die seltenen Erkrankungen (z. B. erkranken an Lupus erythematodes im Mittel etwa 30 von 100.000 in der europäischen Bevölkerung) verlaufen chronisch und können verschiedene Organe, Haut und Gelenke gleichzeitig oder nacheinander befallen.

Dabei treten vielfältige Beschwerden auf. Sehr häufige Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie das Raynaud-Syndrom (Finger werden erst weiß, dann blau, schließlich rot, wenn die Durchblutung wiedereinsetzt).

Zur Diagnose erfolgen Befragung und körperliche Untersuchung sowie umfangreiche Geräte- und Laboruntersuchungen. Besonders entscheidend ist hier oft die Bestimmung der Antinukleären Antikörper (ANA) im Labor. Eine mikroskopische Untersuchung von Organgewebe wird manchmal ebenfalls vorgenommen. Oft werden für eine ausführliche Diagnostik Kollegen anderer Fachdisziplinen mit einbezogen.

Kollagenosen sind nicht heilbar, aber meistens mit Medikamenten (z. B. Immunsuppressiva, Biologika) und regelmäßigen Kontrollen gut zu behandeln. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Erkrankung, welches von einem leichten Verlauf bis hin zu schweren Organbeteiligungen reichen kann.

Fiebersyndrome

Fiebersyndrome sind seltene Erkrankungen, bei denen es ohne infektiologische Ursache, zu wiederholt auftretenden Fieberschüben kommt. Häufig wird die Überaktivierung des Abwehrsystems vererbt. Typische Symptome sind chronisch wiederkehrende Fieberschübe, Hautausschläge, Gelenkschmerzen und Bauchschmerzen.

Autoinflammatorische Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten, beginnen aber meist schon im Kindesalter. Bei den meisten autoinflammatorischen Erkrankungen spielt die gesteigerte Freisetzung von Interleukin-1-beta (IL-1b) eine wichtige Rolle für den entzündlichen Schub.

Zur Diagnostik erfolgen eine ausführliche Anamnese, Führen eines Fieber- und Beschwerdetagebuchs, körperliche Untersuchung, Labor- und bildgebende Untersuchungen. Manche Fiebersyndrome lassen sich durch eine genetische Blutuntersuchung bestätigen.

Die Therapie wird individuell auf das Krankheitsbild und die jeweilige Person abgestimmt. Das „PFAPA-Syndrom“ kann schon sehr früh im Kleinkindalter beginnen, verwächst sich aber im Schulalter und heilt folgenlos aus. Bei manchen Erkrankungen reicht es aus, die Symptome mit NSAR, Steroide, Colchicin zu kontrollieren. Andere brauchen eine gezielte IL-1b Blockade.

 

Zur Person

Dr. Veigel ist sowohl Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie als auch Facharzt für Laboratoriumsmedizin. Diese seltene Kombination von klinischer Erfahrung und labordiagnostischem Wissen ermöglicht ihm eine ganzheitliche Perspektive auf die Patientenversorgung. Seinen MBA-Abschluss im Gesundheitsmanagement machte er 2022 in Hamburg. Er war viele Jahre an der Universität Hamburg Eppendorf in der Rheumatologie tätig.

Vor seinem Wechsel nach Leipzig leitete Dr. Veigel erfolgreich eine große rheumatologische Praxis in Hamburg und absolvierte seine Weiterbildung zum Laborarzt am renommierten MVZ Labor Ravensburg. Er engagiert sich darüber hinaus als Vorstandsmitglied im Berufsverband Deutscher Rheumatologen, um die Zukunft der rheumatologischen Versorgung aktiv mitzugestalten.

Dr. med. Jochen Veigel

Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, MBA, Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Rheumatologie – Privatsprechstunde
(Selbstzahler/Privatpatienten)

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Tel: 0341-6565-160

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